Agronomische Kalkulation

N-Dünger Kalkulator

Wirtschaftlich optimale Stickstoff-Düngung berechnen

Ihre Angaben

Die Berechnung basiert auf der Mitscherlich-Ertragsfunktion (1909): Y(N) = Y₀ + (Ymax − Y₀) · (1 − e−c·N). Das wirtschaftliche Optimum N* ergibt sich aus Grenzerlös = Grenzkosten. Parameter sind agronomische Faustzahlen und sollten an die Bedingungen Ihres Betriebs angepasst werden.

Wirtschaftliches Ergebnis

Optimale N-Düngermenge
kg N/ha
Nettoerlös pro Hektar bei gewählter N-Menge
€/ha
Bruttoerlös − Düngeraufwand
Gewählte N-Menge
kg/ha
Düngeraufwand
€/ha
Ertrag bei dieser N-Menge
dt/ha
Mehrertrag durch Düngung
dt/ha
Erlös aus Mehrertrag
€/ha
Deckungsbeitrag N-Düngung
€/ha
Praxistipp
Drei Hebel für mehr N-Effizienz
  • Boden-Nmin messen – Vor der Frühjahrsdüngung den N-Vorrat im Boden bestimmen lassen und vom kalkulierten Bedarf abziehen. In den meisten Jahren spart das 30–50 kg N/ha gegenüber Pauschalwerten.
  • Stabilisierte Dünger – Harnstoff mit Urease- oder Nitrifikationshemmer (z. B. ALZON, ENTEC) reduziert Ammoniak- und Auswaschungsverluste; Wirkungsgrad typischerweise +10–20 %.
  • Teilflächen-Düngung – Mit N-Sensor (Yara, Fritzmeier ISARIA) oder Drohne / Satellit (NDVI, Sentinel-2) standortgerecht ausbringen; nachweislich 5–15 % Mehrgewinn auf heterogenen Schlägen.

Ertragsfunktion und wirtschaftliches Optimum

Mitscherlich-Ertragskurve (grün) und Deckungsbeitrag (gold). Das Optimum liegt dort, wo der Deckungsbeitrag maximal ist.

Wirtschaftlicher Vergleich pro Hektar

Drei Szenarien gegenübergestellt: ohne N-Düngung, am wirtschaftlichen Optimum, und bei Sättigungs-Düngung (99 % Ymax). Jede Säule zeigt den Erlös aufgeteilt in Düngeraufwand (gold) und Deckungsbeitrag (grün) – die gesamte Säulenhöhe entspricht dem Erlös pro Hektar.